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20
Mar
2011
Jahreshauptversammlung 2010
Geschrieben von: Willi Fischer, Sebastian Eck   

Am 19. März hielt die Feuerwehr Kirchenlamitz ihre Jahreshauptversammlung für das Jahr 2010 ab. Im Schützenhaus Kirchenlamitz trafen sich Aktive und Vereinsmitglieder der Wehr sowie Vertreter der Feuerwehr-Kreisebene und der Stadt Kirchenlamitz, um das vergangene Dienstjahr abzuschließen.

 

Lesen Sie im Folgenden den Bericht von Willi Fischer für die Frankenpost.

 

feuerwehr-kirchenlamitz-jahreshauptversammlung-2011

 Die Geehrten und Beförderten der Freiwilligen Feuerwehr Kirchenlamitz mit den Führungskräften (von links): Vorsitzender Erich Damböck, Kommandant Gerald Kerl, stellvertretender Kommandant Mario Weiß, Feuerwehrmann Sebastian Fabian, Hauptfeuerwehrmann Stefan Zink, Feuerwehrmann Lukas Köstler, zweite Bürgermeisterin Friederike Kränzle, Löschmeister und neues Verwaltungsrats-Mitglied Alexander Raithel, Michael Popp (zehn Jahre aktiver Dienst), Reinhard Gahn (36 Jahre Feuerwehrdienst, davon zwölf Jahre als Kommandant) und Feuerwehr-Referent Thomas Junger
Foto: Willi Fischer

 

Kirchenlamitz – „Die neue Führung der Freiwilligen Feuerwehr Kirchenlamitz hat ihre Feuerprobe bestanden“, dies stellte anerkennenswert zweite Bürgermeisterin Friederike Kränzle bei der Jahreshauptversammlung im Schützenhaus fest. Auf Unverständnis stießen bei ihr Beschwerden über nächtliche Ruhestörung, wenn die Feuerwehr zu Einsätzen gerufen wird, dies wies sie mit drastischen Worten zurück. Man müsse froh und dankbar sein, wenn es Männer und Frauen gibt, die Tag und Nacht dienstbereit sind und bei manchmal nicht ungefährlichen Einsätzen ihr Leben und ihre Gesundheit auf Spiel setzen. Ausdrücklich dankte sie im Namen des Stadtrates und der Bürger für die geleistete Arbeit. Sie freute sich, dass auch die Bevölkerung bereit ist dafür einen Beitrag zu leisten. Die Freiwillige Feuerschutzabgabe habe in diesem Jahr bereits 5.000 Euro erbracht. Sie brachte zum Ausdruck: „Ich hoffe, dass es noch mehr wird.“ Sie versicherte gleichzeitig: „Ich selbst werde jedenfalls meinen Beitrag dazu leisten.“

 

Einen umfassenden Tätigkeitsbericht erstattete Kommandant Gerald Kerl. Die Mannschaftsstärke bezifferte er auf 37 Feuerwehrdienstleistende, darunter sind zwei Frauen und fünf Jugendliche. Er bedauerte, dass keine neuen Mitglieder aufgenommen werden konnten. Hier seien alle gefordert, neue Mitglieder für den aktiven Dienst zu begeistern und zu gewinnen.

 

Enorm gefordert war die Wehr im abgelaufenen Jahr: sie wurde zu 78 Einsätzen alarmiert. Davon waren elf Brandeinsätze, 64 technische Hilfeleistungen und drei Sicherheitswachen. Eine ungewöhnlich hohe Zahl mit allein 37 Einsätzen entfiel auf THL zur Meldung „Baum über Fahrbahn“. Spektakulär unter den Einsätzen der Brand eines gasbetriebenen Linienbusses, der auf dem Wiesenfestplatz abgestellt war und völlig ausbrannte. Früh um 5.33 Uhr musste die Wehr zur Brandbekämpfung ausrücken. Auch landkreisübergreifend war die Wehr bei einem Wohnhausbrand in Benk im Einsatz. Mit im Einsatz war die Wehr auch, um das Dach der Grund- und Mittelschule von der Schneelast zu befreien. Von 599 Dienstleistenden wurde 626 Stunden Einsatzdienst geleistet. Müsste die Mannschaft dafür bezahlt werden, ergäbe dies einen Betrag von 12.500 Euro rechnete der Kommandant den materiellen Wert dieser Aufgabenerfüllung vor.

 

Großer Wert wurde auf die Aus- und Fortbildung gelegt. Vier Unterrichte und neun Übungen wurden dafür absolviert. Herausragend dabei das Einsatztraining in der Rhön-Kaserne Wildflecken. Bei dem dreitägigen Einsatztraining galt es Einsatz-Szenarien unter realistischen Bedingungen zu trainieren. Vom einfachen Containerbrand über randalierende Personen bis hin zur Groß-Schadenslage in einem Stadtviertel, bei der zehn Löschzüge eingesetzt waren, war alles dabei. An dieser Ausbildungsveranstaltungen nahmen teil: Christian Beer, Frank Gahn, Jochen Hofmann, Gerald Kerl Michael Popp und Mario Weiß.

 

Auch von der Landkreisführung wurde die Wehr inspiziert. Die Wehr erhielt eine gute Gesamtbeurteilung. Der Wehr wurde bescheinigt, dass Fahrzeuge, Geräteschaften und das Gerätehaus hervorragend gepflegt sind. Die Feuerwehr Kirchenlamitz ist mit ihrer Ausrüstung und Mannschaft und der hervorragenden Ausbildung in der Lage, Brand- und Hilfeleistungs-Einsätze geordnet und qualifiziert durchzuführen. Festgestellt wurde auch, dass die aufgewendeten finanziellen Mittel zweckmäßig verwendet werden.

 

Atemschutzgerätewart Frank Gahn berichtete, dass bei mehreren Einsätzen Atemschutz erforderlich war. Der Wehr gehören neun Atemschutzgeräteträger an. Allein für Wartungs-, Prüf-, Pflegearbeiten und Werkstattverwaltung wurden 71 Stunden aufgewendet.

Gerätewart Stefan Zink gab bekannt, welche Einsatzkilometer mit den Fahrzeugen gefahren wurden. Für die Wartung der Geräte mussten 145 Stunden aufgewendet werden.

Jugendwart Mario Weiß teilte mit, dass der Jugendgruppe fünf Personen angehören. Eine Fülle von Übungs- und Unterrichtsstunden wurden abgehalten.

 

Aus dem Bericht des Vereinsvorsitzenden Erich Damböck ging hervor, dass mehrere Veranstaltungen ausgerichtet wurden. Er teilte mit, dass sich die Feuerwehr an dem „Tag der offenen Stadt“ am 29. Mai beteiligen wird. Abgehalten wurden elf Verwaltungsrats- Sitzungen. Damböck machte darauf aufmerksam, dass der Feuerwehrverein 2011 sein 25- jähriges Bestehen feiert. Die Jubiläumsfeier findet am 8. Oktober im Turnerheim statt.

 

Manfred Schwittei erstattete den Kassenbericht. Revisor Friedrich Kögler bescheinigte eine einwandfreie Kassenführung. Kassier Manfred Schwittei hielt die Versendung der Spendenaufrufe für die freiwillige Feuerschutzabgabe zusammen mit den „Wassergeld- Briefen“ der Stadt, in denen meistens eine Nachzahlung gefordert wurde, psychologisch für ungünstig. Die Feuerwehr sei künftig bereit, die Spendenaufrufe in Uniform an die Haushalte zu verteilen.

 

Kommandant Gerald Kerl und Vorsitzender Erich Damböck nahmen Beförderungen und Ehrungen vor. Zum Feuerwehrmann wurden Sebastian Fabian und Lukas Köstler ernannt. Gerätewart Stefan Zink erhielt die Beförderung zum Hauptfeuermann. Mit dem Ärmelabzeichen für zehnjährigen aktiven Dienst wurde Michael Popp ausgezeichnet. Alexander Raithel erhielt seine Ernennung zum Löschmeister, gleichzeitig wurde er als neues Verwaltungsrat-Mitglied berufen. Eine besondere Ehrung wurde Reinhard Gahn zuteil, der aus gesundheitlichen Gründen aus dem aktiven Dienst ausscheiden musste. Kommandant Gerald Kerl dankte für eine Dienstzeit von 36 Jahren, die sage und schreibe 13.151 Tage umfasst. Davon war Gahn viele Jahre Löschmeister, sechs Jahre stellvertretender Kommandant und sechs Jahre Kommandant. Zum Dank und zur Anerkennung erhielt er ein Präsent. Sebastian Eck wurde ein Präsent in Anerkennung der hervorragenden Betreuung der Homepage der Feuerwehr überreicht.

 

Feuerwehr-Referent Thomas Junger sprach den Feuerwehrfrauen- und -männern seinen Dank und seine Anerkennung für das Geleistete aus. „Der Einsatz der Feuerwehr kann gar nicht hoch genug geschätzt werden“, stellte er fest. Denn es gelte Hab und Gut, vor allem aber das Leben von Mitmenschen, zu schützen und zu retten. Er sprach zugleich den Wunsch aus, dass es gelingen möge, die Jugend für das Feuerwehrwesen zu begeistern.

 

Kreisbrandmeister Wolfgang Thumser nahm auch zu den zahlreichen Einsätzen wegen Schnee- und Windbruch Stellung, ebenso zum Digital-Funk. Als sehr wertvoll bezeichnete er die Ausbildung in Wildflecken. Hier zeigte sich, dass die Zusammenarbeit der verschiedenen Wehren mit dem THW „super“ war. Er dankte im Namen der Landkreisführung für die geleistete Arbeit.

 

Zur Gewinnung von Nachwuchskräften sagte Kreisbrandmeister Wolfgang Thumser, dass die Feuerwehr die Möglichkeit hat, eine Brandschutzerziehung bereits vom Kindergarten bis hin zur Grund- und Mittelschule durchzuführen. Damit könnte den Kindern und Jugendlichen bereits frühzeitig die Feuerwehr „schmackhaft“ gemacht werden. „Hier besteht eine einmalige Chance, die von der Feuerwehr wahrgenommen werden sollte.

 

Wir danken Herrn Willi Fischer für die Bereitstellung seines Berichts!

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