Zu einem schweren Verkehrsunfall mit einem Verletzten und einer Toten rückten am gestrigen Donnerstag gegen neun Uhr die Wehren Kirchenlamitz und Weißenstadt aus.
Ein aus Richtung Kirchenlamitz kommender 19-Jähriger war mit seiner Mercedes M-Klasse auf die Gegenfahrbahn geraten und dort frontal mit dem Fahrzeug einer 43 Jahre alten Frau zusammengestoßen. Die Fahrerin war in ihrem stark deformierten Dacia eingeklemmt worden und erlag noch an der Unfallstelle ihren Verletzungen. Der Mercedesfahrer wurde mit mittelschweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht.
Die Feuerwehr Kirchenlamitz rückte mit dem LF-16 zur Unfallstelle vor, um mit schwerem Schneidgerät die bereits anwesende Wehr aus Weißenstadt bei der Befreiung der Frau zu unterstützen. Da sich die Bergungsarbeiten schwierig gestalteten, blieb das MZF in Kirchenlamitz an der Kreuzung Weißenstädter / Münchberger Straße zurück, um bereits dort eine Vollsperrung der Straße in Richtung der Unfallstele herzustellen. Die gleiche Aufgabe übernahm der GW-L2 nochmals in Kleinschloppen, um sicherzustellen, dass die heiklen Arbeiten am Einsatzort auf Höhe der Abzweigung nach Lehsten sicher durchzuführen waren.
An der Unfallstelle fanden sich neben Rettungsdienst, Feuerwehr, Bergwacht und mehreren Polizeieinheiten auch Abschleppdienste, Notfallseelsorger und Bestatter ein. Presse und TV Oberfranken waren ebenso anwesend wie eine Staatsanwältin und ein Gutachter, der den genaue Unfallhergang feststellen soll. Vermutet wird, dass eine starke Windböe des Sturmtiefs Andrea, das zu diesem Zeitpunkt über der Region für schweres Unwetter sorgte, den Mercedes erfasst und auf die Gegenfahrbahn getrieben hatte. Zudem war die Straße zum Unfallzeitpunkt teilweise mit Schneematsch bedeckt gewesen.
Die Bergungsarbeiten nahmen fast drei Stunden in Anspruch; für diese Zeit wurde die Kreisstraße WUN1 zwischen Kirchenlamitz und Weißenstadt komplett gesperrt. Der Verkehr wurde teils weiträumig, teils über die Dörfer Fichtenhammer und Grub umgeleitet.
Berichterstattung in den Medien:
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